Wir über uns

Haendels
Matthias, Peggy, Tobias Muin ji´j,Sam, Silas meine Frau Isolde und ich.

Wir, die Familie Händel, das sind meine Frau Isolde, mein Sohn Matthias und ich, hatten 25 Jahre lang in Ulm/Neu-Ulm einen Innenausbaubetrieb und bauten außerdem in Oberschwaben Holzsegelboote und Holzhäuser. Unser Betrieb lief gut, aber trotzdem hatte ich immer den Gedanken etwas Neues anzufangen, mich selbst noch einmal zu verändern und in meinem Leben noch einmal etwas ganz anderes auf die Beine zu stellen.

Ich strebte nach Freiheit und in Deutschland wurde es mir einfach zu eng.

Da Segeln mein Hobby war, fasste ich den Entschluss, eine Weltumsegelung zu machen. Meiner Frau gefiel diese Idee und so machte ich mich daran ein Boot zu fertigen und mich selbst auf das große Abenteuer vorzubereiten.

Wir werden auswandern
Als nach 4 Jahren intensiver Vorkehrungen der Termin immer näher rückte, kamen von meiner Frau doch des öfteren Bedenken, dass so eine Reise viel zu gefährlich sei. Anscheinend hatten wir uns mit unterschiedlicher Literatur befasst. Meine Frau konfrontierte mich mit dem Schicksal anderer Segler, welche vom Pech verfolgt waren – ich dagegen hatte von erfolgreichen Weltumseglern gelesen. Dass meine Frau nun an keiner Weltumseglung mehr mitfahren wollte, war natürlich ein absoluter Tiefschlag für mich, der erst einmal verdaut werden musste. Nach längeren Diskussionen unterbreitete ich meiner Frau das Angebot „auszuwandern“, wenn schon keine Weltumseglung stattfinden sollte.

Meine Frau war von dem neuen Vorhaben erst einmal nicht begeistert

Nach mehreren eindringlichen Gesprächen, welche Länder überhaupt in Frage kommen könnten, stand Kanada unter Berücksichtigung von Klima, Wirtschaft, Politik, usw. für uns an erster Stelle. Eines Tages kam ich von der Arbeit nachhause, da legte mir meine Frau eine Fachzeitschrift vor, worin in Toronto eine Firma zum Verkauf angeboten wurde. Matthias (damals 17 Jahre alt) und ich flogen nach kurzen Absprachen für 3 Wochen dorthin. Leider war die Firma selbst wie auch die ganze Region mehr als enttäuschend für uns.

„Kanada habe ich mir anders vorgestellt, da können wir ja besser zuhause bleiben!“ war der berechtigte Kommentar meines Sohnes.

Nova Scotia
Noch während unseres Aufenthaltes hörten wir von der Halbinsel Nova Scotia, anscheinend ein Geheimtipp für Urlauber und Investoren. Trotzdem flogen wir erst ein Jahr später – dann zu dritt – für 10 Tage nach Nova Scotia. Wir waren vom ersten Moment an begeistert, ich nehme an, der „Nova Scotia-Virus“ hat uns sofort befallen. Wir kauften uns ein Stück Land, mitten in der Natur an einem wunderschönen See. Es war einfach traumhaft! Als wir zurück nach Deutschland kamen hatten wir ein sehr gutes Gefühl und waren uns einig, dass dies unsere zukünftige Heimat werden sollte. Nachdem meine Frau Land und Leute kennen gelernt hatte, war ich sehr erleichtert, dass auch sie von unserer neuen Zukunft begeistert war.

Grünes Licht
Nun kam der schwierigste Teil. Wie genau sollten wir unsere Träume umsetzen? Wir kannten ja niemanden, der uns Ratschläge und Tipps geben konnte. Also reichten wir ganz normal unsere Unterlagen bei der Kanadischen Botschaft ein, hofften auf unser „neues“ Glück. Es begann das Warten. Und zwischendurch zog es uns immer wieder nach Nova Scotia. Als wir nach 1 1⁄2 Jahren „grünes Licht“ von der kanadischen Botschaft bekamen, überschlugen sich die Ereignisse. Zuerst flogen wir wieder nach Nova Scotia, denn jetzt ging es darum, wo wir uns genau niederlassen sollten. Denn das musste passen. Für uns war es klar, dass wir im südlichen Teil der Halbinsel leben und arbeiten wollten. Wir kannten alle Jahreszeiten dort und hatten gründlich die örtlichen Gegebenheiten besichtigt. Darüber hinaus haben wir zuerst den Verkauf unserer Firma und unseres Hauses in Deutschland organisiert. Wir behielten unser Wochenendhaus als Sicherheit, für den Fall, dass unser Vorhaben in Kanada nicht funktionieren sollte und wir somit wieder nach Deutschland zurückkommen müssen.

Herausforderung Kanada
Als alle Formalitäten erledigt und wir den medizinischen Test überstanden hatten, wurden uns die Einreisepapiere übergeben – mit der „Auflage“, in das Land zu investieren und Arbeitsplätze zu schaffen. Dies sahen wir als große Herausforderung für uns, noch einmal ganz neu zu starten. Mein Sohn und ich packten zuerst allein die Koffer, um die neue Firma aufzubauen. Wir hatten auch schnell die ersten Aufträge. In dieser Zeit mussten wir lernen, dass in Kanada vieles anders ist als in Deutschland.

Die neue Heimat
Meine Frau blieb noch 1 1⁄2 Jahre in unserem Ferienhaus in Süddeutschland, jedoch besuchte Sie uns so oft wie möglich. Sie konnte es nicht mehr erwarten bis auch unser Wochenendhaus verkauft war, der Container endlich gepackt wurde, um selbst in die neue Heimat zu reisen.

Inzwischen sind 21 Jahre vergangen, wir haben den Schritt bis heute nicht bereut.

Wir sind glücklich, eine neue Heimat in einem so schönen Land gefunden zu haben. Unsere Familie hat sich inzwischen vergrößert. Matthias hat Peggy, eine kanadische Frau mit indianischer Abstammung, geheiratet. Und unser kleiner Enkelsohn Tobias Muin ji´j (Muin ji´j bedeutet in der Sprache der Mi´k Maq „kleiner Bär“) macht uns viel Freude.

Wir können jedem, der sich verändern möchte und seine Träume verwirklichen will, nur empfehlen, einmal unser schönes Nova Scotia zu besuchen.

Verbringen Sie einfach mal einen Urlaub bei uns, um sich mit der wunderschönen und faszinierenden Natur und den freundlichen Menschen der Halbinsel Nova Scotia zu identifizieren.

Friedrich Haendel